OneSINQ Dokumentation

Einführung

Einführung

Dies ist die Dokumentation für das Heizungs- und Energiemanagementsystem.

Hauptübersicht

1. Hauptübersicht

Die Hauptübersicht ist die zentrale Anzeige des Onekey-Reglers. Sie bietet eine grafische Darstellung des gesamten Systems und visualisiert die wichtigsten Betriebszustände und Temperaturen in Echtzeit. Dies ermöglicht eine schnelle und intuitive Erfassung des Anlagenzustands.

Hauptübersicht.png

Kopfzeile

Die Kopfzeile zeigt jederzeit die wichtigsten Rahmenbedingungen an:

Komponenten-Anzeige

Jede Kachel repräsentiert eine Hauptkomponente der Anlage:

  1. Wärmepumpe: Visualisiert den Betriebszustand der Wärmepumpe.

    • Leistung: Die aktuell vom Verdichter aufgenommene elektrische Leistung in Watt.
      • Wert im Bild: 4039 W
    • Vorlauftemperatur: Die Temperatur, mit der das Heizungswasser die Wärmepumpe in Richtung der Verbraucher (Puffer, Heizkreise) verlässt.
      • Wert im Bild: 39.6
    • Rücklauftemperatur: Die Temperatur des Heizungswassers, das von den Verbrauchern zur Wärmepumpe zurückfließt.
      • Wert im Bild: 30.5
  2. Puffer: Zeigt den Ladezustand des Pufferspeichers an.

    • Temperatur Oben/Unten: Die Temperaturen, die von den jeweiligen Temperatursensoren im oberen und unteren Bereich des Speichers gemessen werden. Die Temperaturdifferenz gibt Aufschluss über die gespeicherte Energiemenge.
      • Werte im Bild: Oben = 30, Unten = 30
  3. Warmwasser: Zeigt den Zustand des Brauchwasserspeichers (Boilers) an.

    • Temperatur: Die vom Boilersensor gemessene aktuelle Warmwassertemperatur.
      • Wert im Bild: 48
  4. Heizkreis "Jaga" / "Halle": Stellt einen einzelnen, benannten Heizkreis dar.

    • Vorlauftemperatur: Die aktuelle Temperatur des Wassers, das zu den Heizflächen (Heizkörper, Fußbodenheizung) dieses Kreises fließt.
      • Werte im Bild: Jaga = 30, Halle = 34
    • Rücklauftemperatur: Die aktuelle Temperatur des Wassers, das von den Heizflächen zurückkommt.
      • Werte im Bild: Jaga = 0, Halle = 0

Energiemanager

# Energiemanager

Dieser Abschnitt beschreibt den Energiemanager.

Energiemanager

Übersicht

2.1 Übersicht Energiemanager

Die Übersicht des Energiemanagers liefert eine Zusammenfassung der aktuellen elektrischen Leistungsdaten und der preislichen Situation, die als Grundlage für die Optimierungsstrategien des Onekey-Reglers dient.

Anzeige: Energie Manager

Energiemanager_übersicht.png

Anzeige: Spotpreis

Diese Grafik ist relevant für Anlagen mit dynamischen Stromtarifen und visualisiert zukünftige Preisentwicklungen.

Energiemanager_übersicht_spotpreis.png

Energiemanager

Einstellungen

2.2 Einstellungen Energiemanager

In diesem Menü werden die grundlegende Funktionsweise, die Datenanbindung und die automatischen Reaktionen des Energiemanagers konfiguriert.

Seite 1: Konfiguration

Auf dieser Seite werden die Hauptbetriebsart und die Kommunikations-Schnittstelle für die Energiedatenerfassung festgelegt.

Energiemanager_einst_seite1.png

Energiemanager_einst_seite1_detail.png

Seite 2: Preislevel-Modi

Diese Seite definiert, wie das System auf die vom Energiemanager erkannten Preislevel reagieren soll.

Energiemanager_einst_seite2.png

Wärmepumpe

# Wärmepumpe

Dieser Abschnitt beschreibt die Wärmepumpe.

Wärmepumpe

Übersicht

3.1 Übersicht Wärmepumpe

Die Detailansicht der Wärmepumpe visualisiert den thermodynamischen Prozess des Kältekreislaufs und zeigt die wichtigsten Leistungs- und Effizienzdaten in Echtzeit an. Sie dient zur detaillierten Funktionskontrolle.

Wärmepumpe_übersicht.png

Kältekreislauf-Parameter

Leistungsdaten des Verdichters

Diese Werte geben Auskunft über die aktuelle Leistung und Effizienz des Verdichters, dem Herzstück der Wärmepumpe.

Wärmepumpe

Einstellungen

3.2 Einstellungen Wärmepumpe

Dieses Menü enthält grundlegende und erweiterte Einstellungen zum Betrieb der Wärmepumpe. Änderungen in den Expertenmenüs (Seite 2 und 3) sollten nur von autorisiertem Fachpersonal vorgenommen werden.

Seite 1: Allgemeine Konfiguration

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Seite 2: Verdichter-Regelung (Expertenebene)

Wärmepumpe_einst_seite2.png

Seite 3: Pumpen- und Spreizungs-Regelung

Wärmepumpe_einst_seite3.png

Wärmepumpe

Bivalenz

3.3 Bivalenz- und Kaskadeneinstellungen

Dieses Menü dient der Konfiguration von Anlagen, in denen mehrere Wärmeerzeuger installiert sind (hybride Systeme). Hier wird deren Zusammenspiel und die jeweilige Priorität geregelt.

Wärmepumpe_einst_bivalenz.png

Betriebsmodi

Wärmeerzeuger-Parameter

Dieser Bereich listet die konfigurierten Wärmeerzeuger und deren spezifische Betriebsgrenzen und Prioritäten auf.

Boiler

# Boiler

Dieser Abschnitt beschreibt den Boiler.

Boiler

Übersicht

4.1 Übersicht Warmwasser (Boiler)

Die Warmwasser-Übersicht im Onekey-Regler zeigt den aktuellen Betriebszustand des Brauchwasserspeichers (Boilers) an, inklusive der aktuellen Temperatur und der relevanten Sollwerte.

Boiler_übersicht.png

Angezeigte Werte

Boiler

Einstellungen

4.2 Einstellungen Warmwasser (Boiler)

Dieses Menü dient der Konfiguration aller relevanten Parameter für die bedarfsgerechte und hygienische Warmwasserbereitung.

Seite 1: Grundparameter

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Seite 2: Systemkonfiguration

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Seite 3: Hygiene und Komfort

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Seite 4: Energiemanager-Integration

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Seite 5: Energiedatenerfassung

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Boiler

Zirkulation

4.3 Einstellungen Zirkulation

Eine Warmwasser-Zirkulationspumpe sorgt für einen hohen Komfort, indem sie warmes Wasser in der Ringleitung umwälzt und so für eine sofortige Verfügbarkeit an den Zapfstellen sorgt. In diesem Menü wird das Verhalten dieser Pumpe gesteuert.

Boiler_einst_zirkulation.png

Konfigurationsparameter

Heizkreis

# Heizkreis

Dieser Abschnitt beschreibt den Heizkreis.

Heizkreis

Übersicht

5.1 Übersicht Heizkreis

Die Heizkreis-Übersicht visualisiert den Betriebszustand eines einzelnen, witterungsgeführten Heizkreises. Sie zeigt die für die Regelung relevanten Ist- und Soll-Temperaturen an.

Heizkreis_übersicht.png

Angezeigte Werte für Heizkreis "Jaga"

Heizkreis

Einstellungen

5.2 Einstellungen Heizkreis

In diesem Menü werden alle relevanten Parameter für die Regelung eines einzelnen Heizkreises festgelegt, von den Komfort-Temperaturen bis zu Experten-Parametern für die Mischer- und Pumpenlogik.

Seite 1: Temperatureinstellungen

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Seite 2: Raumeinfluss & Ferien

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Seite 3: Mischer-Regelung (Expertenebene)

Heizkreis_einst_seite3.png

Seite 4: Systemparameter

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Seite 5: Estrich-Ausheizprogramm

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Seite 6: Kühlfunktion

Heizkreis_einst_seite6.png

Heizkreis

Heizkurve

5.3 Die Heizkurve

Die Heizkurve ist die zentrale Einstellungs-Kennlinie für einen witterungsgeführten Heizkreis. Sie legt fest, welche Vorlauftemperatur der Regler bei einer bestimmten Außentemperatur ansteuern muss, um die gewünschte Raumtemperatur zu halten.

Heizkreis_einst_heizkurve.png

Definition der Kennlinie

Die Heizkurve wird durch die Definition von zwei Punkten aufgespannt. Die Linie zwischen diesen Punkten bestimmt die Vorlauftemperatur für alle dazwischenliegenden Außentemperaturen.

Grafische Darstellung

Puffer

# Puffer

Dieser Abschnitt beschreibt den Puffer.

Puffer

Übersicht

6.1 Übersicht Pufferspeicher

Die Puffer-Übersicht zeigt den thermischen Ladezustand des Heizungs-Pufferspeichers an. Der Pufferspeicher dient als Energie-Zwischenspeicher, um die Laufzeiten des Wärmeerzeugers zu optimieren und hydraulische Probleme zu vermeiden.

Puffer_übersicht.png

Angezeigte Werte

Puffer

Einstellungen

6.2 Einstellungen Pufferspeicher

In diesem Menü werden die Ladestrategie und die Regelparameter für den Heizungs-Pufferspeicher konfiguriert.

Seite 1: Ladeparameter

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Seite 2: Zeit- und Komfortfunktionen

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Seite 3: Energieerfassung

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Puffer

PV-Ladung & Smart Load

PV-Ladung und Intelligente Beladung (Puffer)

Diese Seite beschreibt die erweiterten Funktionen des Pufferspeichers für PV-Eigenverbrauch und kaskadierten Mehrpuffer-Betrieb. Voraussetzung ist, dass der Puffer im Modus "Automatik Gleitend" läuft.

1. PV-Lademodus

Bestimmt das Verhalten des Puffers, wenn der Energy Manager einen PV-Überschuss meldet.

2. PV-Quellenauswahl (Master A / B)

Bestimmt, welcher Wärmeerzeuger bei PV-Überschuss angefordert werden soll.

3. PV-Priorität (manuell)

Bei mehreren Pufferspeichern legt dieser Parameter fest, welcher Puffer bei PV-Überschuss Vorrang hat.

Hinweis: Wird Sequentielle Ladung aktiviert, wird die manuelle Priorität durch eine automatische, modulnummern-basierte Reihenfolge ersetzt.

4. Sequentielle PV-Ladung (für Mehrpuffer-Anlagen)

Koordinierte Beladung mehrerer Pufferspeicher bei PV-Überschuss. Statt alle Puffer gleichzeitig, werden sie der Reihe nach beladen: der erste Puffer wird zuerst auf eine Schwellentemperatur gebracht, dann erst startet der nächste.

Funktionsweise

  1. Bei PV-Überschuss beginnt der Puffer mit der niedrigsten Modulnummer (z.B. Puffer 1) zu laden.
  2. Erreicht Puffer 1 die eingestellte Schwellentemperatur (z.B. 55 °C), gibt er den nächsten Puffer frei.
  3. Puffer 2 beginnt nun zu laden, während Puffer 1 pausiert.
  4. Fällt die Temperatur von Puffer 1 unter die Schwelle minus Hysterese (z.B. 50 °C), nimmt Puffer 1 die Ladung wieder auf und hat wieder Vorrang.
  5. Diese Logik wiederholt sich, bis alle Puffer die PV-Ladetemperatur erreicht haben oder der PV-Überschuss endet.

Beispiel (Schwelle 55 °C, Hysterese 5 °C)

Schritt Puffer 1 Puffer 2 Aktion
1 40 °C lädt wartet Puffer 1 startet, da niedrigste Modulnummer
2 55 °C erreicht startet Puffer 1 gibt frei, Puffer 2 startet
3 sinkt auf 52 °C lädt Puffer 1 bleibt freigegeben (innerhalb Hysterese)
4 fällt auf 49 °C unterbrochen Puffer 1 unter 50 °C → übernimmt wieder
5 lädt auf 55 °C wartet Wiederholung

5. Intelligente Beladung (Smart Load)

Unabhängig von PV: Der Puffer beobachtet den Ladestatus benachbarter Module (z.B. Boiler). Beendet ein Partner-Modul seine Ladung, prüft der Puffer, ob er noch Aufnahmekapazität hat. Falls ja, startet er sofort eine Ladung, um die Restwärme des noch heißen Wärmeerzeugers effizient zu nutzen und Brenner-Taktung zu vermeiden.

6. Kühlbetrieb

Der Puffer kann auch zur Verteilung von Kühlleistung dienen, wenn ein angeschlossener Wärmeerzeuger (z.B. eine reversible Wärmepumpe) im Kühlbetrieb läuft. Die Hysterese-Logik wird in diesem Modus invertiert: Die Ladung (jetzt: Kühlung) startet, wenn die Temperatur über dem Sollwert liegt.

Es sind keine eigenen Einstellungen erforderlich – der Modus wird automatisch aktiviert, wenn der Master die Kühlanforderung meldet.

Sicherheits-Hinweise

Allgemein

# Allgemein

Dieser Abschnitt beschreibt allgemeine Einstellungen.

Allgemein

Zeitschaltuhr

7.1 Allgemeine Zeitschaltuhr

Die Zeitschaltuhr ist ein zentrales Werkzeug im Onekey-Regler, um wiederkehrende, zeitabhängige Abläufe zu programmieren. Sie wird typischerweise verwendet, um die Umschaltung zwischen dem Komfort-Heizbetrieb (Tagbetrieb) und dem reduzierten Heizbetrieb (Absenk- oder Nachtbetrieb) zu automatisieren.

Zeitschaltuhr_allgemein.png

Einstellparameter

Solar

Solarthermie und Feststoffkessel/Holzofen – beide opportunistischen Wärmequellen.

Solar

Übersicht

Übersicht Solar-Modul

Das Solar-Modul steuert eine opportunistische Wärmequelle, die Energie liefert, sobald sie verfügbar ist. Es unterstützt zwei Quellenarten:

Beide Quellen werden mit demselben PID-geregelten Pumpenkreis betrieben. Sie unterscheiden sich nur in den Freigabe-Kriterien und der zusätzlichen Mischer-Steuerung im Holzofen-Modus.

Live-Werte

In der Detailansicht werden die wichtigsten Messwerte und Stellgrößen angezeigt. (Screenshot folgt nach Visu-Update.)

Temperaturen

Pumpe & Mischer

Energie

Funktionsweise im Überblick

  1. Freigabe-Prüfung: Im Solar-Modus muss der Kollektor wärmer als der Speicher sein (plus Einschalt-Hysterese). Im Feststoff-Modus muss zusätzlich die Mindest-Kesseltemperatur erreicht sein.
  2. Anlaufphase: Die Pumpe läuft 10 Sekunden mit der konfigurierten Startdrehzahl, damit der Wasserstrom sicher anliegt.
  3. PID-Regelphase: Danach übernimmt der PID-Regler. Wird die Quelle zu heiß, erhöht er die Drehzahl (um Wärme abzuführen). Kühlt sie ab, sinkt die Drehzahl.
  4. Rücklauf-Anhebung (nur Feststoff): Parallel regelt ein 3-Wege-Mischer den Rücklauf auf einen Mindestwert (typisch 60 °C), um Korrosion und Kondensation im Kessel zu verhindern.
  5. Abschaltung: Bei zu geringer Temperaturdifferenz, bei erreichtem Speichermaximum, bei Sensorausfall oder bei einem Fehler-Zustand wird die Pumpe sofort gestoppt.

Sicherheitsfunktionen

Solar

Einstellungen

Einstellungen Solar

Dieses Menü enthält alle Konfigurationsparameter für den Solar- und Feststoffkessel-Betrieb. Änderungen an den PID-Parametern (Seite 2) sollten nur von autorisiertem Fachpersonal vorgenommen werden.

Seite 1: Allgemeine Konfiguration

Seite 2: Pumpenregelung (Expertenebene)

Seite 3: Solar-Umschaltung (Zwei-Speicher-Betrieb)

Nur relevant, wenn zwei Speicher mit einem Umschaltventil bedient werden.

Seite 4: Hardware-Zuordnung (Inbetriebnahme)

Solar

Feststoffkessel-Modus

Feststoffkessel-Modus (Holzofen mit Rücklauf-Anhebung)

Dieser Modus wird über den Parameter Quellen-Typ = Feststoffkessel auf der Seite "Einstellungen" aktiviert. Er erweitert die Solarthermie-Logik um zwei Funktionen, die für Festbrennstoffkessel zwingend erforderlich sind:

  1. Mindest-Kesseltemperatur als Pumpenfreigabe (Schutz vor zu kaltem Wasser durch den Kessel).
  2. Rücklauf-Anhebung über einen 3-Wege-Mischer (Korrosionsschutz, Vermeidung von Taupunktunterschreitung).

Warum Rücklauf-Anhebung?

Festbrennstoffkessel (Holz, Pellets, Hackschnitzel) dürfen nicht mit zu kaltem Wasser durchspült werden. Geschieht das, kondensiert Rauchgas im Inneren und bildet aggressive Säuren – Korrosion und Versottung des Schornsteins sind die Folge. Die Rücklauftemperatur muss daher typischerweise über 55–60 °C gehalten werden.

Ein 3-Wege-Mischer realisiert das, indem er einen Teil des heißen Vorlaufs in den Rücklauf zurückführt. Bei kaltem Rücklauf schließt der Mischer (mehr Bypass = mehr Anhebung); bei warmem Rücklauf öffnet er (weniger Bypass = mehr Energie in den Speicher).

Parameter Feststoffkessel

Funktionsweise

Rücklauftemperatur Mischer-Aktion
Unter Sollwert − Hysterese ZU (mehr Bypass über Rücklauf-Anhebung)
Innerhalb Hysterese AUS (Position halten)
Über Sollwert + Hysterese AUF (weniger Bypass, mehr Energie in Speicher)

Bei Ausfall des Rücklauffühlers wird der Mischer in Mittelstellung gestoppt und die Ladepumpe abgeschaltet.

Inbetriebnahme Feststoffkessel

  1. Hydraulik prüfen: Mischer und Bypass-Verrohrung müssen den Kessel-Rücklauf physisch umgehen. Falsche Verrohrung kann durch Software nicht ausgeglichen werden.
  2. Endlagen testen: Im Manuell-Modus den Mischer einmal ganz AUF und ganz ZU fahren. Achtung: Antrieb kann gegen Endanschlag fahren – Antrieb dabei beobachten.
  3. Polarität festlegen: Wenn beim Befehl "AUF" der Mischer in Richtung "ZU" fährt, Polarität invertieren.
  4. Laufzeit messen: Mit Stoppuhr die Komplettlauf-Zeit messen und in den Parameter eintragen. Zunächst 30 s einstellen, dann anpassen.
  5. Sollwerte konfigurieren:
    • Mindest-Kesseltemperatur 60 °C (Standardwert eines Holzkessels).
    • Rücklauf-Soll 60 °C, Hysterese 3 K als Startwerte.
  6. Probe-Heizung: Holz auflegen, Anheizphase beobachten. Pumpe muss erst starten, wenn Kessel > Mindest-Temperatur. Mischer muss bei steigender Rücklauftemperatur öffnen.

Sicherheits-Hinweise